{"id":173,"date":"2012-10-29T13:19:00","date_gmt":"2012-10-29T12:19:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.axelheimken.de\/?p=173"},"modified":"2014-08-28T14:40:18","modified_gmt":"2014-08-28T13:40:18","slug":"anreise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.axelheimken.de\/?p=173","title":{"rendered":"Anreise"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_174\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/blog.axelheimken.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/sticker.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-174\" class=\"size-medium wp-image-174\" title=\"Sticker\" src=\"http:\/\/blog.axelheimken.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/sticker-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.axelheimken.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/sticker-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.axelheimken.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/sticker-400x300.jpg 400w, https:\/\/blog.axelheimken.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/sticker.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-174\" class=\"wp-caption-text\">Scheint ein Fetisch der Soldaten in Afghanistan zu sein &#8211; die Uniformen werden mit offiziellen, aber auch irgendwelchen Phantasiestickern aufgepeppt. Selbst beim Zwischenstopp in Usbekistan offeriert der lokale Kiosk dutzende verschiedener Aufn\u00e4her.<\/p><\/div>\n<p>So &#8211; jetzt werde ich also die zuvor handschriftlich gemachten Notizen w\u00e4hrend des Aufenthalts in Afghanistan hier verschriftlichen. Es ergibt sich also eine &#8222;Delay-Zeit&#8220; &#8211; und ist so nicht mehr tagesaktuell. Trotzdem ergibt sich noch so eine Art Tagebuch und wer mag kann so ein paar Tage mit mir in die Nordprovinzen Afghanistans mitreisen &#8230;<\/p>\n<p>Es startet am Freitag morgen am Flughafen K\u00f6ln. Am milit\u00e4rischen Flughafen &#8211; das war schon einmal H\u00fcrde eins. Etwas verschlafen entsteige ich dem Nachtzug aus Hamburg. Es hatte sich kurzfristig keinerlei andere M\u00f6glichkeit ergeben den Milit\u00e4rflughafen K\u00f6ln fr\u00fch morgens um 7 Uhr zu erreichen.<\/p>\n<p>&#8222;Kurzfristig&#8220; ist vielleicht auch das Motto der ersten Tage &#8211; denn, wie viele aus den Medien vielleicht wissen: Die Nachrichtenagentur dapd f\u00fcr die ich arbeite hat vor einigen Tagen Insolvenz angemeldet und aus diesem Grund gingen alle davon aus, dass die Auslandsreisen der Fotografen erst mal auf Eis gelegt sind.<\/p>\n<p>Erstaunlicherweise kam aber kurzfristig die Zusage, den Aufenthalt mit der Bundeswehr in Afghanistan doch zu machen. Vielleicht war auch einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr das Umdenken, dass die Bundeswehr alle Transporte \u00fcbernimmt, also nur wenig Kosten entstehen einen Fotografen mit relativ viel Gep\u00e4ck nach Afghanistan zu verfrachten.<\/p>\n<p>Sei es drum &#8211; nach einigen Visa-Problemen durch startet mein Flug in einem Airbus der Luftwaffe zusammen mit mehreren dutzend Soldaten ins usbekische Termez, von dort aus soll es nach Masar-i-Scharif, dem gr\u00f6ssten Bundeswehrstandort in Afghanistan gehen.<\/p>\n<p>Dort soll ich kurzfristig mit unserem Redakteur Andre zusammentreffen und von dort aus in ein Feldlager nach Hazrat-e Sultan fahren.<\/p>\n<p>Der Flug selbst ist mit skurril wohl am besten zu bezeichnen &#8211; es ist alles wie auf einem normalen Linienflug. Die Maschine ist angenehm leer, und es wird per Schiebw\u00e4gelchen Tomatensaft und warmes Essen serviert. Einziger Unterschied: Die Stewardessen tragen Luftwaffenoveralls und die Soldaten reissen st\u00e4ndig Witze \u00fcber den Zielort: &#8222;Ach? Sie fliegen in das gleiche Ressort? Soll ja ein tolles Essen da sein &#8211; und die Betreuung erst! Ein tolles Animationsprogram. Wir fliegen jedes Jahr wieder dahin &#8211; allein das Wetter ist phantastisch. Quasi Sonnengarantie &#8211; und die Ausflugsm\u00f6glichkeiten sind enorm.&#8220;<\/p>\n<p>Urlaubsfeeling pur &#8211; abgerundet dadurch, dass beim Check-In mein zu schweres Handgep\u00e4ck mit den Kameras moniert wurde und die 12kg schwere Schussichere Weste nachgefragt wurde. &#8222;Warum nehmen sie die denn mit? &#8211; die kann man vor Ort doch g\u00fcnstig kaufen.&#8220; Na &#8211; h\u00e4tt&#8216; ich das gewusst &#8211; mir w\u00e4re echte Schlepperei erspart geblieben.<\/p>\n<p>Der Flug dauert sechs Stunden und es ist 17 Uhr Ortszeit als wir in Usbekistan landen.<br \/>\nDas Gep\u00e4ck wird auf grosse Paletten umverteilt, je nach Zeilort in Afghanistan. Es gibt in dem lokalen kleinen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt etwas zu essen und ich bekomme ein Bett in einer der unvermeidlichen Soldatenbarracken zugeteilt. 20 Doppelhochbetten und um 22 Uhr wird das Licht ausgemacht. Schr\u00e4g gegen\u00fcber ist ein Duschcontainer und ich dr\u00e4ngle mich mit meiner Zahnb\u00fcrste durch die engen Waschm\u00f6glichkeiten. Ein paar kritische Blicke &#8211; da ja alle nur in Unterhose in der Waschzelle stehen und man dadurch nicht sofort Soldat und Zivilist unterscheiden kann, bekomme ich ein paar kritische Kommentare zu meiner Haarl\u00e4nge die nicht in das Gesamtbild der adretten Kurzhaarschnitte meiner Mitreisenden passt.<\/p>\n<p>Ich lege mich in meinen Schlafsack in das viel zu kurze Bett und lausche beim Einschlafen den diversen Schnarch- und Pfeifger\u00e4uschen meiner Mitbewohner. Morgen geht es mit einer Transall weiter nach MES (kurz f\u00fcr Masar-i-Scharif). Bin gespannt ob es weiter so reibungslos klappt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So &#8211; jetzt werde ich also die zuvor handschriftlich gemachten Notizen w\u00e4hrend des Aufenthalts in Afghanistan hier verschriftlichen. 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